Zum Wasserfall Deskový vodopád (Plattenfall)

Zum Wasserfall Deskový vodopád (Plattenfall)

05.08.2015

  • Místo konání: Harrachov

Obwohl die Strecke heute durch den Wald führt, kann man bestimmt nicht sagen, dass dieser Weg eintötig wäre. Neben den vorwiegenden Fichten werden Sie auch einige Blätterbäume entdecken. Der heutige Wald ist leider von dem ehemaligen Bewuchs, der durch die Menschenhand nicht berührt wurde, weit entfernt.

Start: Supermarket Norma  
Ziel: Supermarket Norma  
Länge: 5,3 km
Überhöhung: 220 m
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Kinderwagen: ja, teilweise
Nutzung Harrabus: nein

Damals gehörte der Fichtenbaum in einer Meereshöhe von 1000m nicht zur Mehrheit, sondern gab es hier Buchen mit Bergahornen, Aschen und Ulme. Ihren Platz hatte damals auch die schon heute seltene Weißtanne. An der nördlichen Bergseite dürfte die Eibe nicht fehlen. Bisschen niedriger auf den Felsen über den Flüssen gelegen wuchs die Waldkiefer.
Im Gegenteil zu der heute polnischen Seite des Gebirges kam es zur Kolonisation in unserer Region etwas später und sogar noch später als im östlichen Teil von Riesengebirge. Obwohl im 13. Jahrhundert die tschechischen Könige nach und nach mit der Teilung der Landschaft dem treuen Adel begonnen haben, erst aus ökonomischen Gründen kam es zum Eingriff in die Waldbestände. Es war die Erzförderung in Obøí dùl und der Umgebung, dann vor allem enormes Bedarf an Holz, der durch den Aufschwung der Silberförderung in Kutná Hora verursacht wurde. Die Elbe und ihre Nebenflüsse wurden als billige Transportmöglichkeiten ausgenutzt. Mangel an Fachleuten war der Grund für die Germanisierung des östlichen Teils von Risengebirge. Die Fachleute aus Kärnten, Steiermark und Tirol wurden von bezahlten Arbeitern ergänzt. Dank deren Erfahrungen in den Hochgebirgsbedingungen nahmen schwere Lebensbedingungen gewillter an, als es die einheimischen Bewohner tun würden.
Obwoh die westliche Seite vom Riesengebirge nicht so von Plünderungen der Waldbestände betroffen wurde, auch hier domininierte der negative Einfluss die schneller wachsende Fichte zu bevorzugen. Mit Ausnahme der Buche, die qualitativ beste Holzkohle ergab, gehörte die Fichte zu dem meist gefragten Rohstoff. Die Buche eignete sich aber nicht zum Flößen und genauso wie die Tanne, ist dieser Baum schattenfreundlich und deshalb konnte man diese Bäume an grossen Waldlichtungen nicht einpflanzen. Der fortschrittliche Adel widmete erst im 18. Jahrhundert erhebliche Aufmerksamkeit dem Waldzustand und so entsand die gezielte Pflege des Waldes – Forstwirtschaft.  
Und es war wieder der Graf Harrach, diesmal Friedrich Harrach, der einen bedeutenden Forstfachmann, den Grafen Sweérts-Spoerck in die Berge eingeladen hatte und im Jahre 1748 eine Datei der Wirtschaftanweisungen zur Pflege des Waldes herausgab. Der Wald und dazu gehörendes System der Flüsse wurden von diesen Anweisungen als ein „Schatz der Grafschaft“ betrachtet. Und es war nicht die letzte Maßnahme in der Grafschaft von Harrachov. Die Familie erwarb damals bedeutsame Vermögen in der Gegend von Rýmaøov, wo Jan Nepomuk einem bedeutsamen Forstfachmann Štìpán Jahnel kennenlernte und hatte ihm ins Riesengebirge eingeladen. Herr Jahnel setzte die Modernisation der wachsenden Eingriffe nicht nur fort, sondern pflanzte eine spezifische Art der Lerche ein. Deshalb kann man Štìpán Jahnel als Gründer der modernen Forstwirtschaft im ganzen Riesengebirge betrachten. Seine Prinzipe gelten oft bis heute. Die vorgelegten Grundsätze entfaltete sein Nachfoger Herr Ludvík Šmíd (Schmidt) vor allem mit der Mühe die ursprüngliche Zusammensetzung der Waldbestände zu erneuern.
Gerade die Forstfachleute reagierten als erste auf viele Schäden, die das Frühlingstauen und Wolkenbrüche an den Stellen in der Natur verursacht haben, wo die Fichtenmonokulturen das Wasser ungenügend eingehalten haben. Als typisches Beispiel der technischen Maßnahmen ist das System der „schrägen Objekte“ – kleine Dämme, die die Forstwirtschafter des Grafen Harrach erbauen liessen. Und heute haben Sie die Möglichkeit diese kleinen Dämme zu sehen. Für den Bau dieser Dämme wurde der örtliche Granit benutzt, der unweit des Wasserfalls Mumlava gefördert wurde. Über die Kraft des Flusses Kamenice könnten wir uns vor kurzer Zeit, anfangs des Jahrhunderts überzeugen, wenn die voll gefüllten kleinen Dämme die treibenden Steine nicht halten konnten und so kam es dazu, dass die Steine eine 2 Meter tiefe Kluft in der Rinne ausgegraben haben und beschädigten so die Dämmung und das Areal der kleinen Sprungschanzen an Kaml.

 

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