Zum Teich Huský

Zum Teich Huský

05.08.2015

  • Místo konání: Harrachov

Die Glasherstellung ist an das Vorkommen vom Grundmaterial gebunden – es handelt sich dabei um Holz und Wasser. Und gerade deshalb sind die kleinen Familienglaswerke entlang der Flüsse immer dann weiter hoch in die Berge gezogen, sobald der Waldbestand in der unmittelbaren Umgebung deren Wohnschaft gefördert wurde. Die Glasmacherfamilie Schürer (auch Schier geschrieben) aus Rokytnice nad Jizerou, machte sich eines Tages auf den Weg über Studenov.  Damals gehörte dieser Weg zur einzigen Möglichkeit, wenn man über den Bergkamm bis zum Tal von Mumlava gelangen wollte. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gründete die Familie das Glaswerk in Rýžovištì, unweit der heutigen Seilbahn auf Èertova hora (Teufelsberg).

Start: Pension Diana  
Ziel: Glashütte
Länge: 3,7 km
Überhöhung: 92 m
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Kinderwagen: Teil der Strecke
Nutzung Harrabus: ja

Und wieder kam es zur gleichen Situation, wie schon früher – erschöpfte Holzvorräte haben die Glasmachermeister gezwungen einen neuen geeigneten Ort für das Unternehmen zu suchen. Diesen Ort haben sie in der Lokalität, damals bekannt als Nový les, gefunden und an dieser Stelle produziert bis heute seine Erzeugnisse das älteste funktionierende Glaswerk in Tschechien. Der heutige Name der Siedlung entstand vorrausichtlich durch eine Veränderung des örtlichen deutschen Dialekts (Neu Wald – Nový les / Neu Welt – Nový Svìt).
Die Strecke können Sie z.B. an der Brücke Hábùv most antreten, aber wir empfehlen Ihnen den Ausgangspunkt an der Pension Diana am Sachrùv kopec zu wählen. Gerade an dieser Stelle werden Ihnen die schönsten Blicke auf die Berggipfel in der Nähe des Talkessels  in Harrachov angeboten. Bei guter Sicht kann man sogar die Wiese Labská louka erblicken. Weiter führt unsere Strecke bis zum Biathlon-Schießstand. Diese Runde verlassen wir aber bald und auf einer provisorischen Brücke überqueren Sie den Bach Milnice. Weiter nehmen Sie einen schmalen Weg bis zu einem der ursprünglichen Forellenteiche, die vor kurzem durch KRNAP (Verwaltung vom Nationalpark Riesengebirge) erneuert wurde. Die Strecke führt dann weiter leicht Berg auf bis zum Mühlgraben, der die Transmission der Glasmaschinen des erwähnten Glaswerkes betreibt.
Der bequeme Waldweg entlang dem Mühlgraben führt Sie tiefer in den Wald hinein und Sie kommen zum Ziel der Wanderung, dem geheimnisvollen Teich Huský rybník, der auch als Schwarzer Teich genannt wird. Denn seine Gewässer dienten einigen unglücklichen Menschen, die keinen Sinn fürs Leben gesehen haben. Sie meiden den Teich und gehen weiter entlang des Mühlgrabens bis zur Staatsgrenze, wo das Gewässer Milnice die Tschechische Republik verlässt. Hier biegt die Strecke ab und auf dem Rückweg führt der Weg weiter leicht Berg auf. Für diesen Rückweg nutzen Sie die sog. „Alte Zollstrasse“, die mit der Glaswerk Geschichte an beiden Seiten des Gebirges verbunden ist. Dieser Weg wurde auch für die Geschäfte zwischen der Tschechischen Republik und Schlesien ausgenutzt. Weiter würde Sie der Weg zu dem heute schon nicht existierenden Glaswerk in Karlstal (Orle) und weiter dann nach Sklarska Poreba führen.
Die „Alte Zollstrasse“, zusammen mit dem Weg entlang des Mühlgrabens, ist auch ideal für einen angenehmen Spaziergang mit einem Kinderwagen und führt uns zurück zum Zentrum des Ortsteils Nový Svìt. In Huský kout meiden Sie aber zuerst rechts auf der Wiese das Haus Nummer 87, wo im Jahre 1800 der bedeutendste tschechische Glasgraveur Dominik Biman geboren wurde. Mehr über die Geschichte, Erfolge und heutige Produktion des Glaswerks in Nový Svìt erfahren Sie im Museum, wo unsere Strecke endet. Einen Besuch wert ist auch die benachbarte Kapelle der Heiligen Elisabeth mit einer Glocke aus Glas.

 

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