Das Tal - Anenské údolí - Harrachov – kleiner Rundgang

Das Tal - Anenské údolí - Harrachov – kleiner Rundgang

05.08.2015

  • Místo konání: Harrachov

Immer wenn es die Gelegenheit gibt und der Weg zum Fluss abbiegt, empfehlen wir Ihnen eine kurze oder längere Ausruhpause einzuplanen. Denn diese wilde Strömung ist einer Bewunderung wirklich wert. Dieses Gewässer entspringt am nordöstlichen Hang vom Berg Kotel, in einer Meereshöhe von 1360m und mündet in einer Meereshöhe von 570m. Also in einem relativ kurzen Abschnitt verliert dieses Gewässer an 800m Höhe.   

Start: Seilbahn Delta
Ziel: Seilbahn Delta
Länge: 3,1 km
Überhöhung: 65 m
Schwierigkeitsgrad: leicht
Kinderwagen: ja
Nutzung Harrabus: ja, zur Seilbahn Delta

Die Mumlava-Zuflusse werden an der Riesengebirgs-Seite durch den Vosecký und Hanièní Bach, Lubošstká bystøina, Orlí ruèej, Ryzí potok, Bílá voda und Kamenice gebildet. Und gerade zwischen Bílá voda und Kamenice wird heute unser Wanderweg führen. Mumlava versammelt auch Gewässer vom Isergebirge und zwar dank dem Fluss Milnice, der zu den einzigen Flüssen in der Region gehört und entspringt im benachbarten Polen. Der Fluss Milnice bildet auch eine natürliche Grenze zwischen Isergebirge und Riesengebirge. So  wird Harrachov in zwei ungleich große Teile getrennt – ein Teil gehört zu Riesengebirge und der andere Teil dann zu Isergebirge.
Der Fluss Mumlava mündet bei Mýto in die Iser und diese verbundenen Gewässer bewegen sich durch ein tief eingeschnittenes Tal Richtung Süden, das lange nur schwer zugänglich war. Auch hier gibt es typische Vertiefungen und dieser Teil des Flusses wird auch oft im Frühling von Wassersportlern ausgenutzt.
Den ersten Halt können Sie in der Lokalität planen, wo Sie unweit der Seilbahnstation den Frühlings-Krokus bewundern können. Zum Frühlingsanfang blühen hier tausende von weißen Blüten, die aber nicht zu den Ursprungsarten der Natur im Riesengebirge gehören. Die Blumen stammen wahrscheinlich von den umliegenden Gärten. Ursprünglich können wir diese Blume in den Alpen sehen, wo sie reichlich vorhanden ist.
Zu weiteren interessanten Stellen der Strecke, die Sie bestimmt nicht meiden sollten, gehört auch die Quelle des Heiligen Jan Nepomucký mit der rekonstruierten Statue. Die Uranforschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wies nach, dass diese Quelle über erhöhte Radioaktivität verfügt. Dieses Wasser wird als heilend angesehen und viele Menschen hier sind davon überzeugt, dass es kein besseres Wasser für Teezubereitung gibt. Oft können Sie hier die Bewohner von Harrachov mit einem Wasserbehälter antreffen…   
Die ehemalige Tradition des Kurwesens in Harrachov und Koøenov wurde leider schon vergessen, denn es wurde nur eine kurze Geschichte des Kurwesens in dieser Umgebung geschrieben, die mit dem II. Weltkrieg unterbrochen wurde. Das Kurhaus wurde in den achtziger Jahren von Fr. Schier in Zákoutí erbaut und im Angebot standen damals Moorbäder und Packungen. Den guten Ruf des Kurhauses folgten damals viele bedeutende Persönlichkeiten, wie z.B. die Familie des bedeutenden Historiker und Dichter Jaromír Èelakovský. Während der Kriegszwischenzeit wurden vor allem Kohlensäuren-, Iod- und Nadelbäder angeboten. Der Besuch dieses Kurhauses wurde zur Stärkung der Herztätigkeit mit wohltuendem Einfluss auf Blutbildung und Heilung von Atemwegerkrankungen empfohlen.
Falls Sie jetzt den anschließenden Lehrpfad „Fischermannshaus“ nicht nehmen möchten, dann besuchen Sie auf jeden Fall einen der Züchterteiche, die diesen Lehrpfad seinen Namen gaben und erinnern an den Einfluss der Grafenfamilie Harrach. Das System einiger Teiche wurde im Jahre 1873 erbaut und jedes Jahr wurde in die Berggewässer an 150 000 Stück der Forellenbrut und bis zu 20 000 Stück der kleinen Äschen rausgelassen. Denn der Fischzucht haben sich ausführliche Wirtschaftsinstruktionen der Oberherrschaft von Harrachov gewidmet. Diese Instruktionen bestimmten die nötige Pflege der Flüsse, Teiche und auch der Fischzucht selbst.
Die Strecke führt dann am anderen Ufer von Mumlava zurück und Sie kommen zu den international anerkannten Langlaufloipen, wo während der Winterzeit Langläufer an verschiedenen Wettkämpfen teilnehmen. Übrigens war es gerade die Skilanglauf-Disziplin, der sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Wettkämpfer beider ersten Skiclubs in Harrachov widmeten – es war der deutsche Club HDW und der tschechische Club LTBK.  

 

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